Tiroler BäckerInnen

06.11.2019

D wie Dinkel

Gesundheitsbewusste Menschen haben den Urahnen des Weizens längst schon wieder für sich entdeckt: Dinkel ist aufgrund seines hohen Eiweißgehalts in der Vollwertbäckerei sehr beliebt und verleiht so manchem Bio-Brot ein besonderes Aroma.

Aufwendige Verarbeitung

In Vergessenheit geriet das Zweikorn vor allem aus wirtschaftlichen Gründen: Zwar ist Dinkel auf dem Feld besonders widerstandsfähig, enthält sogar noch mehr Klebereiweiß (Gluten) als Weizen und eignet sich daher gut zum Brotbacken – doch der Ertrag ist schlechter und die Verarbeitung aufwendiger.

Auch Spelzweizen genannt

Vor dem Mahlen muss in einem Extraschritt noch die fest verwachsene Außenschicht, die Spelze, entfernt werden. Sie schützt dafür auch den Mehlkörper und somit den Esser vor allerhand Krankheiten oder Umweltgiften; die zahlreichen wertvollen Mineralstoffe und Vitamine darin sind gut verpackt.

Glücklichmacher

Dem Korn wird sogar nachgesagt, durch seinen hohen Gehalt der Aminosäure Tryptophan – einer Vorstufe des Glückshormons Serotonin – die Stimmung aufzuhellen. Für den Genuss eines richtig guten Dinkelbrots lässt sich das sicherlich bestätigen!