Tiroler BäckerInnen

07.11.2019

Grahamweckerl, born in the USA

Nach dem amerikanischen Prediger Sylvester Graham (1794 – 1851) benannt, besteht das Brot aus ungesiebtem, feingeschrotetem Vollkorn-Weizen. Die Backware wurde ohne Zusatz von Treibmitteln wie Sauerteig oder Hefe nach spontaner Gärung in einer Kastenform gebacken.

Die Ursprünge

Graham entwickelte „sein” Brot zu einer Zeit, in der dunkles Brot als rückständig galt und die Menschen Weißbrot als Statussymbol wahrnahmen. Graham war damals der Meinung, dass nicht nur die Bleichmittel, die damals zur Weißbrotherstellung verwendet wurden, sondern auch jegliche Treibmittel gesundheitsschädlich wären.

Die heutige Version

Das ist heute wiederlegt: Grahamweckerln wandern hierzulande meist als Kastenbrote mit brauner Krume über die Ladentheke. Es besteht aus einem hohen Anteil an Vollkornschrot, bei dem Hefe, manchmal auch Sauerteig als Triebmittel verwendet wird. Im Gegensatz zu Grahams Rezeptur wird heute auch Salz beigegeben.

Rundum gesund

Der Gesundheit tut das Grahambrot nach wie vor gut: Neben dem hohen Vollkornanteil ist es säurearm, beinhaltet es jede Menge Eiweiß und enthält viele Mineralien und Ballaststoffe.