Tiroler BäckerInnen

Angelika Haselwanter
04.07.2019

„Herrn Friedrichs“ hochprozentiger Einsatz im Dienst der Nachhaltigkeit

Die Bäckerei Therese Mölk backt nicht für die Tonne. In einem innovativen Ansatz produziert der Betrieb aus Altbackenem hochkarätig Hochprozentiges. Der in der hauseigenen Brennerei hergestellte Gin „Herr Friedrich“ wurde im Rahmen der Falstaff Gin Trophy hervorragend bewertet.

Die Bäckerei Therese Mölk beliefert als Produktionsunternehmen des Tiroler Lebensmittelhändlers MPREIS 172 Baguette-Filialen im Land. Durch exakte Planung und modernste Anlagen wird versucht, Ausschussware so weit als möglich zu vermeiden. Zu 100% gelingt das naturgemäß nur selten. Mathias Mölk, Geschäftsführer der Bäckerei und Urenkel der Gründerin und Namensgeberin kreiert laufend neue Ideen zur Verwertung von nicht verkauftem Brot. Neben dem „Baker’s Bread Ale“, einem vollmundigen Craft Beer und „Frau Rosis Ansatz“, einem Destillat zur Herstellung von Likör, hat sich „Herr Friedrich“ als „very Tyrolean“ Gin besonders etabliert.

State of the Art-Brennerei am Firmenstandort Völs

Sehr zum Wohle der Nachhaltigkeit wurde am Bäckereistandort im Industriegebiet von Völs eine moderne 600 Liter Brennanlage installiert und im Mai 2019 in Betrieb genommen.

„Das Brot aus Fehlproduktion wird zu einem Brei (Maische) verarbeitet, verzuckert und vergoren.“

„Nach rund einer Woche wird die vergorene Maische in der neuen Destillationsanlage zu hochprozentigem Alkohol gebrannt. Für die Mazeration (das Einlegen verschiedener „Botanicals“ in Alkohol) und das nochmalige Brennen kommen unterschiedliche Gewürze zur Verwendung. Geschmacksgebend sind aber die „gintypischen“ Wachholderbeeren“, erklärt Geschäftsführer Mathias Mölk.

Bestwerte für „Herr Friedrich“

Noch vor einigen Jahren waren Gin-Brenner in der Alpenrepublik so selten wie Palmen im Hochgebirge. Inzwischen ist ein echter Hype um den würzigen Drink ausgebrochen. Umso mehr freut man sich bei Therese Mölk über die hervorragende Bewertung der Spirituose aus purem Brot. 92 von 100 Punkten erzielte „Herr Friedrich“ bei der Gin Trophy des renommierten Gourmetführers Falstaff. „Vielschichtige Wacholder-, Tannenwald- und Pinienholznoten geben einen Eindruck der Stärke schon im Duftbild“, schwärmt der Spirits-Redakteur und leitende Verkoster Erhard Ruthner.

„Am Gaumen bleiben diese wurzeligen Noten evident, werden allerdings mit spannender Süße hinterlegt.“

„Herr Friedrich“ belegt den hervorragenden 5. Platz der aus ganz Österreich eingereichten Destillate und zählt damit zu den besten Gins des Landes.

Erhältlich bei MPREIS, MiniM und T&G

In 400 Flaschen „Herr Friedrich“ stecken rund 1.000 kg Brot von gestern. Stylisch designt zu 500 ml abgefüllt und mit einem Alkoholgehalt von 40% zieren die edlen Tropfen die Regale aller MPREIS Filialen und T&G Märkte sowie einige MiniM Geschäfte. Für alle, die sich fragen, wie das süffige Getränk wohl zu seinem markanten Titel kam: Friedrich Mölk ist ehemaliger Bäckereileiter und scheute keine Mühen um „seinen“ Gin zu genüsslicher Perfektion zu führen. Dieses Vorhaben ist ihm definitiv gelungen. Wohl bekomm’s!

Weitere Informationen unter www.therese-moelk.at

Sommerliches Gin-Rezept

Zutaten für 1 Glas Gin-Rhabarber Splash:

  • 4 cl Herr Friedrich
  • 4 cl Rhabarber Sirup
  • Eiswürfel
  • Ca. 150 ml Mineralwasser
  • Eine Zitronenscheibe
  • 1 Stück Rhabarber

Zubereitung:
“Herr Friedrich” Gin, Rhabarber Sirup und Eiswürfel in den Shaker geben und schütteln, dann in einen Tumbler gießen. Mit etwas Mineralwasser aufgießen und mit Rhabarber und Zitrone garnieren.